Manchester United - Champions League Sieger 1999

26. Mai 1999, Nou Camp Stadion in Barcelona

Manchester United : FC Bayern München 2:1

 

Tore: 0:1 Basler (6. Minute), 1:1 Sheringham (91. Minute), 2:1 Solskjear (93. Minute)

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Camp Nou in Barcelona, der Austragungsort des Champions League Finales 1998/1999 | (c) flickr Seán Murray

 

FC Bayern München: Kahn - Matthäus (81. Fink) - Babbel, Linke, Kuffour, Tarnat - Effenberg, Jeremies - Basler (89. Salihamidzic), Jancker, Zickler (71. Scholl)

Manchester United: Schmeichel - Neville, Johnson, Stam, Irwin - Giggs, Beckham, Butt, Blomqvist (67. Sheringham) - Yorke, Cole (81. Solskjaer)

 

Es war wohl eines der spannendsten Spiele in der Geschichte der Champions League. Finale 1999. Der FC Bayern München trifft in Barcelona auf Manchester United.

 

Mario Basler, Bayerns Bad Boy, bringt seine Mannschaft früh durch einen Freistoß in Führung. Danach sind die Deutschen über lange Strecken spielbestimmend und wären durch Carsten Jancker beinahe 2:0 in Front gegangen. Doch sein Fallrückzieher landet am Querbalken. Dann kam der Ritterschlag für United-Trainer Alex Ferguson.

 

Er wechselte Teddy Sheringham (67. für Jesper Blomqvist), und Ole Gunnar Solskjaer (81. für Andy Cole) ein und United gelingt das Unglaubliche. In der Nachspielzeit treffen beide Wechselspieler nach Eckbällen von David Beckham und drehen die Partie zu Gunsten der Engländer.

 

Dies bedeutete das Triple und das „Sir“ für die Trainerlegende Alex Ferguson.

 

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Champions League Sieger 1999 - Manchester United | (c) flickr Seán Murray

 

Die Mannschaft

 

Tor: Peter Schmeichel

Der Däne ist absolute United Legende und spielte, von 1991 bis 1999, 292 Partien für Manchester United. In den 292 Partien blieb er übrigens 177-mal ohne Gegentreffer. Nach dem Triplegewinn wechselte er zu Sporting Lissabon.

 

Rechter Verteidiger: Garry Neville

Seiner Zeit galt er als der beste Rechtsverteidiger der Welt, nahm an Zwei Welt, und drei Europameisterschaften Teil und spielte 400 Partien für seinen Jugendclub Manchster United

 

Innenverteidigung: Ronny Johnsen

Der Norweger, der von 1996 bis 2002, 99 Partien für den Verein spielte, konnte sowohl als Innenverteidiger als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden.

Im Halbfinale gegen Juventus Turin spielte er noch ZDM und lieferte, das wohl beste Spiel seiner Karriere ab.

 

Innenverteidigung: Jaap Stam

„The Wall“ wie man ihn in England wegen seiner extremen Kopfball- und Zweikampfstärke nannte, war seinerzeit der teuerste Innenverteidiger der Welt.  2001 würde er nach einem Streit mit Sir Alex, verkauft. Und trotz eine Dopingsperre von 5 Monaten im Jahre 2002, gab der Trainer später zu einen großen Fehler begangen zu haben. Mit Manchester holte er 6 Titeln in 3 Jahren.

 

Linker Verteidiger: Dennis Irwin

368 Spiele, 22 Tore und 4 Auszeichnungen zum Linksverteidiger des Jahres ließen den Iren zur Legende werden. Er zeichnete sich durch Schnelligkeit und Spielintelligenz aus.

 

Ryan Giggs Manchester United
(c) flickr Paul

Rechtes Mittelfeld: Ryan Giggs

Der nominelle linke Mittelfeldspieler agierte im Finale auf der gegenüberliegende Seite aufgrund von Ausfällen in der Mannschaft. Ansonsten, was soll man zu der lebenden Legende noch sagen? Niemand prägte Fergusons United so sehr wie Giggs. 24 Jahre, 672 Spiele, und und 114 Tore, eine unfassbare Statistik. Auch nach dem Karriereende 2014 blieb er seinen Red Devils treu und betreut die Mannschaft als Co-­Trainer.

 

 

Zentrales Mittelfeld: Nicky Butt

Von 1991 bis 2004 spielte das Eigengewächs für Manchester United als Sechser. Allerdings spielte der Engländer nur aufgrund der Sperren von Roy Keane und Paul Scholes im Finale gegen die Bayern, da die beiden bestimmt gesetzt gewesen wären. Er absolvierte 269 Spiele für die Red Devils und erzielte dabei 21 Tore.

 

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David Beckham | (c) flickr Sharon Terry

Zentrales Mittelfeld: David Beckham

Eine der glamourösesten Erscheinungen des englischen Fußballs. Der für seine Flanken und Freistöße bekannte Spieler, der später noch für Top Teams wie Real Madrid, Paris Saint Germain oder AC Milan auflief, hatte in seiner Heimat bei den Fans anfangs einen schweren Stand. Erst als er die Nationalmannschaft als Kapitän zur WM 2002 in Korea/Japan schoss, wurde er zum Volkshelden. Trotz zweier, zweiter Plätze bei der Wahl zum Weltfußballer sagt Ferguson später über ihn, dass er kein Weltklasse Spieler war. Beckham gab ihm übrigens recht. Am Sieg gegen die Münchner war er maßgeblich beteiligt, da er beide Tore für United mit seinen stark getretenen Eckbällen vorbereitete.

 

Linkes Mittelfeld: Jesper Blomqvist

Er galt als unglaublich talentiert und wurde 1998 vom AC Parma verpflichtet. Nach dem großartigen Jahr 1999 hatte er allerdings immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen. Er verließ den Verein 2001 wieder, nachdem er nur 25-mal eingesetzt werden konnte. Allerdings blieb ihm das Verletzungspech treu und er spielte in den kommenden 9 Jahren bei 5 Clubs gerade einmal 43 Partien.

 

Angriff: Dwight York

Der pfeilschnelle Linksfuß aus Trinidad Tobago spielte von 1998 bis 2002 für United und beerbte damit den großen „King“ Eric Cantona. Er erzielte in 95 Spielen 47 Tore und war vor allem mit Sturmpartner Andy Cole sehrgefürchtet.

 

Angriff: Andy Cole

Der nach wie vor, drittbeste Premierleague-Torschütze alle Zeiten spielte im Zeitraum von 199 bis­2001 bei Manchster und erzielte in 195 Spielen 93 Tore für die Red Devils. Mit seinem Partner Dwight Yorke verband ihn ein unglaubliches, blindes Verständnis. In dieser Zeit wurde aus der als eigensinnig verschrienen Tormaschine auch zu einem guten Vorbereiter.

 

Wechselspieler: Teddy Sheringham

Teddy Sheringham war ein besondere Spieler. Er spielte in seiner Karriere weit über 750 Ligaspiele und spielte selbst noch im Alter von 40 Jahren. Er war einer der Torschützen im historischen Spiel gegen die Bayern. Für Manchester United spielte er von 1997 bis 2001 und erzielte 31 Tore.

 

Wechselspieler: Ole Gunnar Solskjær

Der Norweger wurde durch seine späten Siegtreffer über die Deutschen zur Legende. Er spielte für den Verein von 1996 bis 2007 und erzielte in 235 Spielen 92 Tore. 2004 musste der Stürmer sich am Knie operieren lassen. wovon er sich bis zum Karriereende 2007 nie mehr gänzlich erholte. Trotzdem blieb er bis zuletzt bei den Red Devils und hatte dort auch seine erste Trainerstation. als Trainer der Reserve.