Interview mit David Schloffer

In der Sommerpause 2015/2016 wechselte David Schloffer von seinem Jugendverein SK Sturm Graz nach Deutschland. Für die Grazer absolvierte er 75 Pflichtspiele, in denen er 6 Tore erzielte und 10 weitere Treffer vorbereitete. Nach einer Spielzeit beim SV 07 Elversberg zog es Schloffer zu Wacker Nordhausen, in die Regionalliga Nordost. Mit fussballwelt.at spricht der 24-jährige Offensivspieler über sein Leben in Deutschland, die Entwicklung um RB Leipzig, die Aufstiegsregelung und seine ganz persönliche Fußballwelt.

David Schloffer Sturm Graz
David Schloffer im Trikot des SK Sturm Graz gegen die SV Grödig | Bild: (c) Chris Bauer

Hallo David, vielen Dank dass du uns für das Interview zur Verfügung stehst. Wie geht es dir zurzeit?

Danke mir geht es gut. Ich war leider in der Vorbereitung am Knie verletzt, konnte kurzzeitig nicht voll mittrainieren, aber jetzt ist wieder alles in Ordnung. Wir sind mit zwei Siegen auch gut in die Rückrunde gestartet.

 

Aktuell steht ihr, trotz des guten Starts, leider nur auf dem siebten Tabellenplatz. Was waren zu Beginn eure Ziele, bzw. was ist in diesem Jahr noch drin?

Platz sieben ist für uns auf keinen Fall zufriedenstellend. Ziel war vor Saisonbeginn ganz vorne mitzuspielen. Für die Rückrunde haben wir uns vorgenommen so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Sollte sich die Möglichkeit ergeben vorne anzugreifen, werden wir natürlich alles versuchen. Wir wissen aber, dass es schwer wird.

 

Wie sieht es mit dir persönlich aus, bzw. wie zufrieden bist du mit deinen Leistungen?

Natürlich bin ich auch selbst nicht wirklich zufrieden. Im letzten Jahr spielten wir zu der Zeit im Aufstiegsrennen, was jetzt leider nicht so ist. Wir versuchen jetzt einfach aus jedem Spiel das Beste herauszuholen.

 

Mit Wacker Nordhausen spielst du in der Regionalliga Nord-Ost. Wie siehst du die Liga?

Die Liga ist schon etwas anders als die Regionalliga Süd-West, wobei sie auch sehr sehr interessant ist. Es gibt viele Traditionsvereine wie unter anderem Lok Leipzig, Carl Zeiss Jena oder Energie Cottbus. Die zweite Mannschaft von RB Leipzig ist auch in unserer Liga und versucht, von der Spielanlage her, auch wie die erste Mannschaft zu spielen.

 

 

Aktuell ein heiss diskutiertes Thema: was denkst du über die Aufstiegsregelung von der Regionalliga in die 3. Liga?

Ich finde es persönlich gut, dass über die Aufstiegsthematik diskutiert wird und sie eventuell etwas ändern wollen. Es ist einfach bitter, wenn du eine überragende Saison spielst, Meister wirst und am Ende dennoch nicht aufsteigst.

 

Kommen wir nun zu deiner Vergangenheit. Du warst eine Zeit lang Stammspieler beim SK Sturm Graz, wie kam dann der Wechsel zu Elversberg?

Ich kam zu der Zeit in Graz gerade zu wenigen Einsätzen, bzw. gab es nur wenig Aussicht auf Besserung meiner persönlichen Situation. Ich habe für mich dann persönlich entschieden, dass ich eine Veränderung brauche, bzw. etwas Neues sehen möchte. Der Wechsel nach Elversberg hat sich dann am letzten Transfertag noch ergeben.

 

Und nach einem Jahr (20 Spiele/4 Tore/1 Vorlage) ging es für dich dann weiter nach Nordhausen.

Der Kontakt nach Nordhausen ist über einen Mitspieler aus Elversberg entstanden und es ist dann auch recht schnell gegangen.

 

David Schloffer HSV Wacker Nordhausen Sturm Graz
David Schloffer im Testspiel gegen den HSV | Bild: (c) Chris Bauer

Wie sieht es generell mit deinen Plänen und Zielen für die Zukunft aus?

Ich glaube es ist ganz schwer im Fußball Pläne zu haben, weil sich einfach alles so schnell ändern kann. Mit einer Entscheidung oder einem Trainerwechsel ändert sich oft schlagartig alles, außer man ist wirklich so gut, dass das alles keine Rolle spielt. Aber das ist wohl ein kleiner Kreis. Mit Zielen ist das etwas anderes, Ziele hat man natürlich immer!

 

Verfolgst du deinen Ex-Verein Sturm Graz noch?

Sturm verfolge ich schon noch, habe auch noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern wie Marc Schmerböck, mit dem ich telefoniere und schreibe. Ein Spitzenspiel wie Sturm - Rapid schau mir natürlich auch an, auf jeden Fall!

 

Was denkst du persönlich über die Investitionen von Red Bull, bzw. wie viel bekommst du davon in Deutschland mit?

Ich persönlich bin der Meinung, dass es viele Vereine gibt, die ohne den großen Hauptsponsor oder Geldgeber nicht dort spielen könnten, wo sie spielen. Bei uns in der Gegend, wir sind ja von Leipzig nicht weit weg, wird das größtenteils positiv gesehen.

 

 

Kommen wir nun zu etwas Anderem, nämlich deiner persönlichen Fußballwelt.


Was sind so deine ersten Erinnerungen an den Fußball?

Puh, meine ersten Erinnerungen an den Fußball sind wohl die Spiele zu Hause mit Freunden, Nachbarn und meinem Cousin.

 

Was war dein erstes Spiel im Stadion?

Das war die legendäre Stadioneröffnung des damaligen Arnold Schwarzenegger Stadions (heute Merkur Arena). Damals gewann Sturm im Derby gegen den GAK mit 4:0

 

Kannst du dich noch an dein allererstes Trikot erinnern?

Das war eines von Ivica Vastic.

 

Gab es in deiner Vergangenheit eine besonders hitzige Partie, die du wohl nie vergessen wirst?

Mein hitzigstes Spiel war das ÖFB-Cup Halbfinale vor drei Jahren gegen SKN St. Pölten, wo wir leider in der Verlängerung ausgeschieden sind.

 

Und wer war als Kind dein Vorbild?

Mein großes Vorbild war immer Ivica Vastic.

 

Vielen Dank für deine Zeit und weiterhin alles Gute für deine Zukunft.

 

 

Das Interview führte Philipp Bukowsky.