Groundhopping NK Maribor

Nur eine Stunde Autofahrt liegen zwischen Graz und Maribor. Da bietet sich ein Besuch im Stadion Ljudski vrt einfach an. Fussballwelt.at hat sich auf den Weg gemacht, um den Länderpunkt Slowenien einzufahren. Das Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation zwischen NK Maribor und HNK Zrinjski Mostar soll es sein. Die Karten haben wir im Vorfeld online gekauft, 11 Euro sind mehr als fair. Da wir wegen der Maut die Autobahn vermieden haben, dauerte unsere Fahrt 90 Minuten, dafür konnten wir einen Blick auf die Grenzlande zwischen Österreich und Slowenien werfen.

 

Kaum die Grenze überquert, ändert sich die Szenerie: Zerfallene Häuser, schlechte Landstraßen und irgendwie sieht alles etwas ärmer aus. Maribor dagegen ist eine moderne Stadt mit einer schönen Altstadt und netten Cafes und Restaurants. Wir parken gratis in der Nähe der Trainingsplätze am Stadion - achtet aber auf die Schilder, nicht alle Parkplätze sind kostenlos.

Zu Fuß brauchten wir etwa zehn Minuten in die Altstadt und schlenderten auch am Stadion vorbei. Das ist von außen modern und ein wenig gewöhnungsbedürftig. Eine alte Tribüne steht allerdings noch. In der Altstadt angekommen, steuern wir direkt einen NK Maribor-Fanshop an und werden auf Deutsch begrüßt. Kurios ist, dass es in diesem Shop auch einen Frisörsalon gibt, der den Fans jeden Wunsch erfüllt. In der Nähe einer Kirche stoßen wir dann auf die Auswärtsfans von HNK Zrinjski Mostar, die Bier trinkend und singend das Spiel herbeisehnen. Polizisten sichern den Platz ab.

 

Wir entschließen uns vor dem Spiel noch etwas zu essen. In einem kleinen Lokal in der Nähe des Fanshops bestellen wir Wraps, Pommes und Getränke - alles sehr preisgünstig, aber sehr lecker. Zu unserer Überraschung stößt dann ein befreundeter Groundhopper zu uns, der ebenfalls aus Österreich angereist ist. Mit ihm gesellen wir uns dann zu den Mostar-Fans auf den kleinen Platz in der Nähe der Kirche. Zu bosnischen Fangesängen genießen wir das ein oder andere Bier. Dann machen wir uns auf den Weg zum Stadion. Die Auswärtsfans werden von der Polizei durch die Stadt gelotst.

 

 

Das Match

Wir sitzen auf der Haupttribüne, die gut gefüllt ist. Rund 500 bosnische Auswärtsfans und die Maribor-Fans in der Kurve machen gut Stimmung. Insgesamt besuchten knapp 9.200 Besucher die Partie in der 12.800 Besucher fassenden Arena.

 

 

Das Spiel war durch aus spannend und nett anzusehen, Zrinjski musste eine 1:2 Heimniederlage aufholen und trat auch dementsprechend auf, bereits früh gelang der Führungstreffer der Bosnier, der in der knapp 20 Minuten später egalisiert wurde. Dabei blieb es schlussendlich und NK Maribor zog verdient in die nächste Runde ein.

 

Das Fazit

Maribor ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. Die nette, kleine Altstadt und die sympathischen Lokale, bei denen man günstig und wirklich gut Essen kann sorgten gemeinsam mit einer guten Atmosphäre im Stadion für einen gelungenen Groundhopping-Trip in Slowenien.

 

Video-Tagebuch unseres Trips zu NK Maribor