Fußballreise FC Chelsea

London | FC Chelsea - Stamford Bridge

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London gilt als einer der größten Metropolen und hat auch in der Fussballwelt eine unvergleichbare Bedeutung. In der englischen Hauptstadt sind viele glorreiche Vereine beheimatet. Neben den äußerst erfolgreichen Vereinen FC Chelsea, Arsenal London und den Tottenham Hotspurs gibt es mit unter anderem West Ham, Millwall, Crystal Palace, Queens Park Rangers, FC Fulham, Charlton Athletic viele weitere Tradtitionsvereine in London. Insgesamt gibt es in London sogar noch wesentlich mehr Vereine.

 

Von Wien aus ging es dann nach London an den Flughafen Gatwick. Dort stiegen wir direkt in die Northern Line, die günstiger ist als der überall beworbene "Gatwick Express". Bei der Fahrt in die Innenstadt erblickte ich dann gleich das Stadion "The Den" des FC Millwall. Dabei musste ich dann auch gleich an die große Rivalität mit West Ham denken, die ihr im Film "Hooligans" (empfehlenswert!) sehen könnt.

 

In der Innenstadt selbst bekommt man vom Fussball allgemein sehr wenig. Viele Touristen drängen durch die Städte, Fussball hat hier fast keinen Platz. Anders sieht es dann etwas außerhalb aus. Wir wohnten westlich der Innenstadt wo es viele Pubs gab, die damit warben, dass man hier Premiere League Action sehen könne. Auch einige Wettbüros haben wir dabei entdeckt.


Mit der U-Bahn ging es dann am Sonntag zur Stadiontour des FC Chelsea. Nur wenige Schritte von der U-Bahn-Station "Fulham Broadway Station" entfernt, ist das Stadion auf dem ersten Blick gut hinter Häusern und Wohnungen versteckt. Wenn man jedoch am Eck des Stadionvorplatzes angekommen ist, merkt man erst, wie groß die "Stamford Bridge" tatsächlich ist, auch wenn sie nicht zu den größten Stadien des Landes zählt.

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Der Stadionvorplatz der Stamford Bridge | foto: (c) fussballwelt.at

Stadiontour an der Stamford Bridge - FC Chelsea

Wenn man vom Stadionvorplatz aus links am Stadion vorbei geht, gelangt man zu einem kleinen Store und dem Treffpunkt, von wo aus die Stadiontour losgeht. Hier habe ich gleich mal mein Trikot abgeholt, dass ich mir um 20 Pfund schon bei der Buchung der Tour gesichert habe. Generell empfiehlt es sich, die Tour früh genug zu buchen, da man sich sonst die Uhrzeiten zu denen man ins Stadion gehen möchte, nicht mehr ganz so gut aussuchen kann. Zusätzlich dazu ist es online als "Frühbucher" um einige Pfund günstiger.

 

Zwei sehr nette Guides begrüßen uns und wir gehen gemeinsam durch die Katakomben der Stamford Bridge vor den ersten Sektor. Man merkte bereits hier einen gewissen Reiz und eine Atmosphäre, selbst wenn das Stadion bis auf Tourbesucher komplett leer war. Danach ging es über eine blau-gelbe Treppe in den ersten Sektor, von wo aus wir bei schönem Wetter die Stamford Bridge genießen konnten.

Was hier auch gleich auffiel und für Englands Stadien typisch war: Ein perfekt gepflegter Rasen. Auch selbstverständlich, waren wir doch noch mitten in der Saison zu Besuch.

 

Presseraum - Stamford Bridge

Als nächstes ging es in den Presseraum der Stamford Bridge. Ein großes und schönes Buffet ist hier für sämtliche Journalisten für die Pressekonferenzen vorbereitet. Bis vor einigen Jahren wurden hier noch alle Spielerverträge von Neueinkäufen unterschrieben. So haben auf diesem Tisch unter anderem die Chelsea-Legenden John Terry und Frank Lampard ihre Verträge unterzeichnet. Die Besucher der Stadion Tour durften auf dem Stuhl Platz nehmen. Ich nahm ebenfalls Platz, wartete aber vergebens auf ein Vertragsangebot der Blues... :-(

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Spielerkabinen - Stamford Bridge

Ein schönes Erlebnis war das Besichtigen der Spielerkabinen. Zuerst ging es in die Auswärtskabine. Laut den Guides zählt wurde die Auswärtskabine des FC Chelsea zu einer der schönsten Spielerkabinen der Premiere League gewählt. Dennoch erwartet die Gäste an der Stamford Bridge hier keineswechs Luxus. Ein gedimmtes Licht soll sogar dafür sorgen, dass die Spieler so ruhiger und müder werden, zurückzuführen auf Claudio Ranieri, ehemaliger Chelsea-Trainer, der mit einem Sportpsychologen gemeinsam die Kabinen gestaltete. In den Kabinen selbst hängten viele Trikots ehemaliger Gäste, darunter namhafte Spieler wie Beckenbauer, Cruyff, Eusebio oder aber auch jüngere Stars wie Maldini, Del Piero, Ronaldo, Messi & Co.

In den Spielerkabinen des FC Chelsea konnte man den Luxus dann durchaus entdecken. Großzügige Räumlichkeiten, extra Bereiche für Taktik und die medizinische Versorgung und vieles mehr, soll die Spieler bei Heimspielen an der Stamford Bridge zu Höchstleistungen bringen. Die versperrten Kästen der Spieler sowie sämtliche andere Räume könnt ihr euch in unserem Video am Ende dieses Berichtes genauer ansehen.

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Spielertunnel & Spielfeld - Stamford Bridge

Kurz darauf durften wir selbst Aufstellung nehmen und im Spielertunnel darauf zu warten an die Stamford Bridge zu gelangen. Bei dem Gang an den Spielfeldrand bekam ich absolute Gänsehaut. Wir durften auch auf den Spielerbänken Platz nehmen. Ich entschied mich prompt ohne zu lesen für die Auswärtsbank und wurde als Manchester City Fan abgestempelt, weil sie am Tag zuvor hier zu Gast waren und den FC Chelsea besiegten.

 

Vom Spielfeldrand aus hatte man einen wunderbaren Ausblick auf das Spielfeld und die Gegentribüne. Was mich an England so fasziniert ist, wie Nahe man am Geschehen tatsächlich dran ist. Außerdem sind die ersten Reihen sehr tief im Boden, so dass man fast auf Augenhöhe mit dem Spielfeld sitzt. Eine interessante Perspektive, die vielleicht nicht unbedingt die Übersichtlichste ist..

 

Direkt danach ging es zum Auswärtsfanblock. Dieser ist grundsätzlich für 3000 Fans reserviert, wobei es vor allem häufig kleinere Vereine (meist in Pokalbegegnungen) gibt, die dann sogar mit mehr als 4000 Fans anreisen, um einmal ihr Team an der Stamford Bridge erleben zu können. Und in Pokalbegegnungen ist in 90 Minuten so und so immer etwas möglich.. Der Pokal hat einfach seine eigenen Regeln, wie man so schön sagt. Der Ausblick hinter dem Tor hat mir jedenfalls fast am besten gefallen, weil man von hier aus wunderbar auf beide großen Tribünen sehen konnte.

 

 

Kurz darauf ging die Tour dann beim Eingang zum Megastore zu Ende. Ich konnte hier auch nicht anders, als mich ordentlich mit Chelsea-Fanartikeln einzudecken. Da wird man von der Atmosphäre einfach so beeinflusst - ein fieser Verkaufstrick ;-)

 

Fazit zur Stadiontour an der Stamford Bridge

Die Tour war ihr Geld absolut wert und kann nur jedem der ähnlich fußballverrückt ist wie wir, ans Herzen gelegt werden. Ein einmaliges Erlebnis, das sich wirklich ausgezahlt hat. Vor allem da der FC Chelsea aktuell Pläne für den kompletten Neubau der Stamford Bridge hat und diese nur noch auf die Genehmigung warten. Dann muss das 1877 errichtete und einige male renovierte Stadion einer modernen Sportarena für 60.000 Menschen weichen. Ich persönlich finde das wirklich sehr schade, da die Stamford Bridge definitiv ein typisch englisches Stadion ist, das extrem viel Charme besitzt.

 

Wikipedia-Eintrag der Stamford Bridge: https://de.wikipedia.org/wiki/Stamford_Bridge_(Stadion)

 

Ein Reisebericht von Philipp Bukowsky


Video zur Reise:


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