Emirates Stadium - Arsenal FC

Groundhopping England 2019 - Teil 1: London

Was gibt es Schöneres, als mit einem Freund gemeinsam in das Mutterland des Fußballs zu reisen, um drei Matches zu besuchen? Richtig. Das ganze noch bei gutem Wetter zu tun.. Klappte leider in diesem Jahr nicht so ganz, weil gerade eine “Kältewelle” über England zog, die uns Temperaturen zwischen -3 und +3 Grad besorgte. Halb krank also alles andere als gute Voraussetzungen für einen Trip, was jedoch die Vorfreude auf diese Fußballreise nicht hemmte.

Für uns ging es am Montag dem 28.01.2019 mit dem Zug von Graz nach Wien, ehe wir mit Easyjet nach London flogen. Eine kleine österreichische Stärkung später, ein kleiner Vorbote der “gesunden” Ernährung, die in England folgen würde, saßen wir also bereits im Flugzeug und landeten zwei Stunden später am Flughafen Gatwick.

 

Der erste Tag bestand lediglich aus der Anreise in unsere im Stadtteil Fulham gelegene Unterkunft. Das “Oliver Plaza Hotel” war, für Londoner Verhältnisse fast typisch, klein, aber sehr modern eingerichtet. Die Lage war auch perfekt, da das Hotel nur knapp drei Gehminuten von einer U-Bahnstation entfernt lag und man so schnell überall in der Stadt ist. Zusätzlich dazu war das Personal sehr freundlich, die Ausstattung und das W-Lan sehr gut. Gerade wenn man auch das Preis-Leistungsverhältnis betrachtet, können wir euch das Hotel komplett empfehlen.

 

 

Da sich die Stamford Bridge des Chelsea Football Club nur gute 20 Gehminuten vom Hotel entfernt befunden hat, entschieden wir die Nachbarschaft zu erkunden und machten uns auf den Weg zur legendären Heimstätte der Blues, die wir bereits vor drei Jahren bei einer Stadiontour besuchten. Dabei besuchten wir die “Shed Wall”, eine Art Gedenkmauer an die größten Helden der Vereinsgeschichte. Nach einem kurzen Besuch im Shop ging es für uns auf Nahrungssuche. :-)

 

Entschieden haben wir uns für die Kette “Nando’s”, die wir bisher nur vom Namen her kannten. verhältnismäßig günstiges und, gemessen an der restlichen Reise, ein halbwegs gesundes Essen später, war der erste Tag dann auch schon vorbei und wir machten es uns in Vorfreude auf Tag zwei im Hotel gemütlich.

 

Tag 2

Der erste Fixpunkt unserer Reise wartete am zweiten Abend mit der Partie Arsenal - Cardiff City auf uns. Dabei begann der Tag für uns schon relativ spannend, da im Hotel die von fussballreisen.at zur Verfügung gestellten Tickets nicht auffindbar waren. Einige Telefonate mit dem Reisebüro in Wien später, stellte sich heraus, dass die Hotelmitarbeiter lediglich den Umschlag mit den Tickets nicht finden konnten - wir waren beruhigt. :-)

 

Die Tickets inkludierten zusätzlich noch einen Gutschein in der Höhe von 5 Pfund für den Arsenal Shop, eine gratis Stadiontour und einen kostenlosen Eintritt in das Museum. Ein Komplettpaket also für Arsenal Fans - und auch neutral Fußballbegeisterte.

Den Tag selbst verbrachten wir nach einem typisch englischen Frühstück mit einer kurzen, aber intensiven Sightseeing Tour durch London. Da wir beide bereits mehrfach Englands Hauptstadt besuchten, entschieden wir uns hier nicht viel Zeit mit Sightseeing zu verbringen - wir wollten uns bei dieser Fußballreise einfach voll und ganz auf die schönste Sportart der Welt konzentrieren. :-) Also musste ein kurzer Besuch im Hyde Park, dem London Eye sowie dem komplett verhüllten Palace of Westminster reichen.

 

 

Eine kleine Stärkung gab es in Form von Sandwiches in einem typisch englischen Pub, das tagsüber jedoch schon fast gespenstisch leer war. Nach einer kurzen Pause im Hotel, ging es für uns dann schon in Richtung Emirates Stadium.

 

 

Mit der U-Bahn fuhren wir bis zur Holloway-Road, einer von zwei U-Bahnstationen direkt beim Emirates Stadium. Hier gleich ein wichtiger Hinweis für euch, falls ihr selbst eine Fußballreise zu Arsenal London plant: die U-Bahnstation wird 90 Minuten nach dem Spiel gesperrt. Kümmert euch also um einen Plan B nach dem Match oder sucht euch ein nettes Lokal in der Nähe - mehr dazu später.

 

Groundhopping im Emirates Stadium

 

Bei grauenhaften (aber britischem!) Wetter suchten wir unseren Eingang ins Emirates Stadium. Der Schneeregen, in Kombination mit Wind und einer angeschlagenen Gesundheit lud nicht unbedingt zu einem Fußballspiel ein, was aber in Anbetracht des grandiosen Stadions immer weniger schlimm wurde. Das Emirates Stadium ist eine imposante Erscheinung. Mitten in einem Wohngebiet gebaut, erstrahlt es mit zahlreichen Legenden auf der Fassade und war auf jeden Fall beeindruckend. Wir saßen im zweiten Rang hinter dem Tor, hatten eine gute Sicht und warteten ungeduldig mit 59.000 anderen Fußballfans auf den Ankick. Vor dem Anpfiff wurde noch an Cardiff Citys Emiliano Sala gedacht.

 

Das Spiel selbst war durchaus interessant Arsenal dominierte, wie zu erwarten war. Die Stimmung selbst war, wie man es von vielen anderen Topklubs in England durchaus kennt, nicht die Beste. Über die Videowall wurde immer wieder zu den “Arsenal, Arsenal, Arsenal” rufen aufgefordert, das Publikum kam der Aufforderung nach, nur um kurz darauf wieder auf das Spiel konzentriert zu verstummen. Da das Spiel selbst auch wenig mitriss, kam wirklich selten Stimmung auf, jedoch muss man meiner Meinung nach immer zwischen “Stimmung” und “Atmosphäre” unterscheiden.

Eine Premier League Partie, in einem derart großen und imposanten Stadion zu besichtigen, ist etwas ganz Besonderes, Stimmung hin oder her. In England gibt es kaum organisierten Support der Heimfans, was bei dem ersten Besuch in einem englischen Stadion vielleicht etwas verwunderlich wirkt. Dafür geht das englische Publikum bei einem berauschenden Spiel auch dementsprechend emotional mit - was bei diesen Temperaturen und dem unattraktiven Gegner aber nicht wirklich der Fall war.

 

 

Der Besuch bei Arsenal war für uns etwas ganz besonderes. Das Stadion ist wunderschön und beeindruckend und sollte von jedem Fußballfan auf jeden Fall mal besucht werden. Empfehlen würden wir euch hier auf jeden Fall ein Besuch gegen ein Top-Team, eventuell in einer wärmeren Jahreszeit, um das Match dann auch wirklich bei bester Stimmung genießen zu können.

Nach dem Spiel gingen wir zu einem kleinen Restaurant, in dem scheinbar auch Petr Cech regelmäßiger Gast ist, der Widmung an den Besitzer nach zu urteilen. Dort wärmten wir uns auf, aßen eine Kleinigkeit und warteten, bis die U-Bahnstation wieder öffnete und wir in guten 30 Minuten mit der U-Bahn wieder beim Hotel ankamen.

 

Früh ging es für uns ins Bett, da wir bereits zwei sehr anstrengende Tage hinter uns hatten und am nächsten Tag bereits wieder die Reise nach Southampton anstand.

 

Tag 7: Stadiontour im Emirates Stadium

 

Richtig gelesen! Den Tag vor den Abflug verbrachten wir noch in London, aber da es thematisch hier am besten passt, haben wir den letzten Tag hier eingebaut.

 

Am Plan stand eine Stadiontour im Emirates Stadium. Dabei durften wir im Stadion die Vorstandsetage, die Spielerkabinen und sogar das Büro des Managers Unai Emery besichtigen. Ein besonderes Gefühl, da würden wir Football Manager Zocker natürlich nur zu gerne arbeiten. :-)

 

 

Das Emirates Stadium hat auf jeden Fall einen sehr besonderen Charme, auch wenn ich normalerweise mehr der Fan von alten Stadien bin. Die Arena wirkt modern, hat nicht den typisch englischen Charakter, dennoch ist man nicht weit vom Geschehen entfernt. Zusätzlich dazu besuchten wir noch das Museum und den Fanshop, das übliche Souvenir durfte natürlich nicht fehlen.. :-)

 

Ihr wollt wissen wie es bei unserer Reise weiterging? Die Tage 3-5 unserer Reise führten uns nach Southampton. Hier könnt ihr weiterlesen.

 


Video zu unserer Reise: