Fußballreise Liverpool FC

Liverpool | Liverpool FC - Anfield Stadium

Ein weiterer Kindheitstraum wurde erfüllt: Ein Besuch an der Anfield Road, einmal diese unbeschreibliche Stimmung erleben, durch den "You'll never walk alone"-Torbogen gehen und die legendäre, gleichnamige "Hymne" mit Gänsehaut genießen. Gesagt, getan. Wir besuchten Anfield bei der Partie Liverpool FC gegen Manchester United, verwöhnen euch mit Fotos und Videos der Atmosphäre und geben euch hilfreiche Tipps zu eurer Fußballreise nach Liverpool sowie zur Stadt Liverpool selbst, damit auch euer Fußballtrip ein einzigartiges Erlebnis wird.

 

Die Buchung der Reise

Für den Liverpool FC Tickets zu bekommen ist, wie bei vielen anderen Topvereinen auch, nicht gerade einfach. Für Dauerkarten gibt es eine Warteliste von rund 25.000 Personen, pro Spiel könnten sie (zumindest bei solchen Spitzenpartien wie gegen Manchester United) locker 20.000 - 30.000 Tickets mehr verkaufen, obwohl Anfield gerade mit dem neuen "Main Stand", also der neuen Haupttribüne, auf über 54.000 Sitzplätze ausgebaut wurde. 

 

Über R.E.S. Touristik (www.fussballreisen.at) haben wir ein Package inklusive Tickets, Hotel und Flug gebucht. Andere Möglichkeiten an Tickets zu kommen gibt es, wie oben bereits erwähnt, kaum. Dazu eine kurze Geschichte: um 10 Uhr Vormittags besuchten wir Anfield und buchten direkt über die Website des Liverpool FC eine Stadiontour, für uns eine absolute Pflichtveranstaltung bei einer Fußballreise. Wir waren bereits um kurz nach 9 Uhr vor Ort, erkundeten die Gegend rund um die Anfield Road, machten Fotos und gingen auf "Shopping Tour" im Liverpool Store. Dabei konnten wir mehrere Personen entdecken, die bereits über 10 Stunden vor Spielbeginn Leute auf der Straße ansprachen, um für den Kracher gegen Manchester United an Tickets zu kommen. Ein Mann stand sogar Stunden später noch am gleichen Fleck und war immer noch vergebens auf der Suche nach einem Ticket für das Derby. Ob es ihm doch noch gelang ein Ticket zu erwerben, können wir euch leider nicht beantworten.

 

 

Weiters haben wir bereits im Vorfeld eine Stadiontour am Goodison Park, Heimstadion des Stadtrivalen Everton gebucht, die leider wegen Bauarbeiten abgesagt wurde.

 

Die Anreise nach Liverpool

Für mich ging es mit dem "Flixbus" von Graz nach Wien Schwechat zum Flughafen. Der Flixbus ist generell zu empfehlen, da ich die Anreise weitaus stressfreier finde, als mit dem eigenen Auto. Auch ist es meist günstiger, als mit dem Auto selbst zum Wiener Flughafen anzureisen, wenn man Parkgebühren und Sprit dazurechnet.

 

Nach einem gemeinsamen Frühstück mit Redakteur Patrick (der direkt aus Wien anreiste), flogen wir mit "easyJet", einer günstigen englischen Fluglinie nach Manchester. Luxus on board sucht man eher vergebens, braucht man jedoch bei einem Flug von 2 Stunden und 5 Minuten auch nicht unbedingt. Alles in allem eine angenehme Anreise.

 

 

Vorab haben wir auch gleich den Transfer vom Manchester Airport nach Liverpool gebucht, gemütlich per Zug. Hier gibt es auch verschiedene Varianten, vorab sollte man sich überlegen, ob man nicht noch vorher einen Stopp in Manchester einlegt und sich auch hier ein Stadion ansieht und danach erst nach Liverpool weiterfährt. Beim Hinflug sind wir mit einem Regionalzug gefahren, der fast 30 Minuten länger unterwegs war, weil er an jedem kleinen Bahnhof gehalten hat, während wir bei der Rückfahrt glücklicherweise nur einen Zwischenhalt direkt in Manchester hatten und dann gleich weiter zum Manchester Airport fahren konnte.

 

 

Von der Liverpool Lime Street ging es dann für uns durch eine belebte Fußgängerzone (was uns an einem Sonntag in einer doch eher kleineren Stadt echt verwundert hatte) zu den Docks. Sonntags kann man übrigens problemlos einkaufen, wir haben kaum Geschäfte entdeckt, die geschlossen waren.

 

Nach 20 Minuten waren wir dann in unserem schönen 3-Sterne-Hotel "Hampton by Hilton" angekommen, scheinbar einer Günstigschiene des Hotel-Giganten Hilton. Das Zimmer war sauber, schön und ruhig, das Frühstück durchwegs gut, auch wenn die Auswahl bei einem 3-Sterne-Hotel natürlich nicht die größte ist.

 

Die Stadt Liverpool

Vorweg muss ich sagen, dass ich von der Stadt Manchester bei unserem letzten Fußballtrip, etwas enttäuscht war. Aber gut, eine Industrie- und Studentenstadt und keine große Kulturmetropole. Ähnliches habe ich im Vorfeld von Liverpool gehört und ging daher mit dementsprechend wenigen Erwartungen an die Stadt selbst heran.

 

Umso überraschter war ich, wie toll das Flair der Stadt selbst war. Die belebte Innenstadt mit Straßenmusikern, vielen Geschäften, coolen Pubs & Restaurants und dazu noch die wunderschönen Docks, haben jedoch sofort einen tollen, ersten Eindruck hinterlassen.

 

 

Die alten Industriegebäude an den Docks wurden entweder zu Bars, Restaurants oder Hotels umgebaut. Ein Stil der mir sehr gefallen hat, da ich absoluter Fan von den alten Backsteingebäuden bin. Zusätzlich dazu gibt es noch einige Möglichkeiten, sich mit den Beatles vertraut zu machen oder Liverpool von oben (über den Fernsehturm im Stadtzentrum oder das Riesenrad) zu bewundern.


Besonders beeindruckend fanden wir die Kathedrale von Liverpool. Ein gigantisches Bauwerk, das wir Abends mit sehr wenigen anderen Touristen in Ruhe besuchen konnten. Bei gratis Eintritt (gegen freiwillige Spende) waren wir wirklich überwältigt, wie schön diese Kathedrale tatsächlich ist. Ein absolutes Muss, auch wenn man nicht unbedingt zu den religiösesten Personen zählt!

 

Zurück über Chinatown ging es dann für uns nach einem sehr netten Restaurantbesuch und einer wirklich sympathischen, wenn auch etwas verwirrten, älteren Kellnerin, zurück ins Hotel, um nach dem anstrengenden Tag etwas Kraft für den nächsten Tag tanken zu können.

 

Stadiontour Anfield - Liverpool FC

Nach einem kurzen Besuch im Fanshop und einem nicht ganz so günstigen Einkauf von über 100 Pfund, ging es für uns zur Stadiontour. Diese fand laut unserem Guide noch nie in dieser Form statt, da der neue "Main Stand", also die neue Haupttribüne, gerade erst offiziell eröffnet wurde, sich aber hinter den Kulissen noch immer in Umbau befand.

 

Der sehr sympathische und humorvolle Guide begann die Tour an der Statue von Liverpool Legende Bill Shankly, bis wir dann unter dem Main Stand im Presseraum verschwandten. Ein typischer Presseraum, wie wir ihn auch bei der Stadion Tour beim FC Chelsea kennenlernen durften. Interessant war vor allem auch, dass wir zwischen den interessanten Räumen wirklich durch totale Baustellen gingen. Endgültig fertig sollten alle Arbeiten am Liverpooler Main Stand im Jänner 2017 sein. Bis dahin müssen sich die Spieler vor dem Spiel auch mit provisorischen Umkleidekabinen in großen Containern zufrieden geben, die wir leider am Spieltag selbst nicht besuchen durften.

 

 

 

Angeblich waren die alten Umkleidekabinen viel zu klein und sehr spartanisch ausgestattet, weshalb sogar die Umkleidekabinen in den Containern eine deutliche Verbesserung zu den Umkleiden vor dem Umbau von Anfield darstellen sollten. Nach Informationen des Tourguides sagten Spieler des Sensationsmeisters Leicester City sogar, dass die Container deutlich schöner aussehen würden, als die Kabinen in ihrem Heimstadion.

 

Ein Foto des berühmten Stadion-Architekten Archibald Leitch und seinen damaligen Entwurf zum Dach des Anfield zeigten, dass Tradition in Liverpool nach wie vor sehr wichtig ist. Ursprünglich wurde ja sogar ein Neubau des Stadions an der Anfield Road diskutiert, bis sich die Klubeigentümer des Liverpool FC auf einen Ausbau und eine Modernisierung einigten. Altes Glas der Haupttribüne wurden eingeschmolzen und für die Lampen im Stiegenaufbau verwendet, alte Möbel aus den VIP-Logen wurden neu hergerichtet und für die Spieler-Lounge restauriert.

 

 

Diese sollte übrigens dazu beitragen, dass sich neue Spieler sofort in Liverpool wohl fühlen würden, weil sie dadurch bessere Leistungen für die Reds abliefern können. Sogar ein eigener Raum mit Kindermädchen ist vorhanden, um die Kinder der Spieler bestmöglich zu betreuen. Spielsachen suchte man vergebens, weil laut Tourguide ein gewisser Mario Balotelli alle Spielsachen hat mitgehen lassen. Ein kleiner, humorvoller Seitenhieb in Richtung des exzentrischen Italieners, der Liverpool im Sommer in Richtung Nizza verlassen hatte.

 

Schlussendlich durften wir endlich den Main Stand selbst begutachten, ein Moment auf den ich schon lange selbst gewartet habe. Eine wirklich beeindruckende, riesige Tribüne, auf der wir Abends bei der Partie gegen Manchester United selbst Platz nehmen werden.

 

 

Fotos vor der Stadion Tour an der Anfield Road

 

Hier konnten wir auch einen Blick auf die Betreuer- und Ersatzbank werfen, auf der Jürgen Klopp immerhin mindestens 2 Minuten pro Spiel sitzt, so der Tourguide.

 

Am Rand des perfekt gepflegten Rasens ging es für uns dann zur legendären Tribüne "The Kop". Hier sind die Fanklubs des Liverpool FC beheimatet, die ihre "Reds" lautstark anfeuern.

 

The Kop

Museum & Steven Gerrard Collection

Das Museum des Liverpool FC sowie eine spezielle Ausstellung der Legende Steven Gerrard, waren im Preis der Stadiontour inkludiert und sind für jeden Liverpool-Fan absolute Pflicht. Pokale, alte Trikots und viele tolle Dokumente, Bilder, aber auch die alten Drehkreuze und Abgrenzungen von "The Kop" kann man hier besichtigen. Bei uns bekommt ihr einen kleinen Einblick, den Rest könnt ihr euch dann am Besten selbst in Liverpool ansehen.

 

Die Umgebung von Anfield

Man ist an der Anfield Road bereits ein paar Kilometer vom Stadtzentrum Liverpools entfernt, weshalb man andere Sehenswürdigkeiten vergebens sucht. Dafür bekommt man als Fußball-Fan hier Einiges geboten. Neben den legendären Pubs, geht es über den Stanley Park in nur wenigen Gehminuten zum Stadion des Stadtrivalen Everton FC.

 

Goodison Park - Everton FC

Als begeisterte Fußballreisende wollten wir natürlich auch das Stadion des Stadtrivalen Everton besichtigen und buchten eine Stadiontour am Goodison Park, die leider jedoch wegen Bauarbeiten abgesagt wurde. Nachdem wir bereits eine Stadiontour während Bauarbeiten gesehen haben, hätte uns das hier wohl auch nicht gestört, wir konnten es jedoch leider nicht ändern und so machten wir zumindest vor dem Stadion Fotos und ich nahm mir ein Souvenir aus dem Fanshop des Everton FC mit.

 

Der Goodison Park ist kleiner als Anfield, hat jedoch auch seinen eigenen Charme und ist ein richtig traditionelles, altes, englisches Stadion.

 

 

 

Laut dem Tourguide an der Anfield Road ist die Rivalität zwischen Liverpool FC und Everton FC groß, jedoch könne nichts die Rivalität mit Manchester United übertrumpfen. Übrigens spielte Everton ursprünglich im Anfield und wanderten nach vielen Diskussionen über die Pacht des Stadions in den Goodison Park ab. Dadurch wurde der Liverpool FC gegründet.

 

Vor dem Spiel & Anreise zur Anfield Road

Der eigentliche Grund der Reise war das große Duell des Liverpool FC mit dem ewigen Rivalen Manchester United (Bericht über die Rivalität). Wie es sich für eingefleischte Fußballfans gehört, wollten wir natürlich so früh wie möglich vor Ort sein, um die Atmosphäre an der Anfield Road einfangen zu können.

 

liverpool anfield
Mit der Buslinie 26 und vielen weiteren Fans zum Stadion

Mit der Buslinie "26" fuhren wir mit großem Gedränge in das Stadion. Da das Spiel an einem Montag stattfand und neben der allgemeinen Anreise, auch gerade um 17 Uhr der Feierabendverkehr ausbrach, waren wir heilfroh so früh zur Anfield Road gefahren zu sein, da wir circa dreimal so lange gebraucht haben, wie noch am Vormittag, obwohl wir mit dem gleichen Bus unterwegs waren.

 

Von den Pubs vor The Kop ertönten bereits früh lautstarke Fangesänge, das Gedränge war unglaublich, weshalb wir es leider nicht schafften, in einer der Pubs zu kommen. Gestärkt durch einen Burger am Imbissstand besuchten wir den gesamten Stadionvorplatz und spürten schon das Prickeln und eine aufgeheizte Atmosphäre.

 

Ein Securitymann hat uns gebeten, den Hintereingang des Pubs zu benutzen, wo circa 30 Leute warteten.
Ein Securitymann hat uns gebeten, den Hintereingang des Pubs zu benutzen, wo circa 30 Leute warteten.

Über den Main Stand gelangen wir dann in unsere Lounge, die bei diesem "Hospitality Package" inkludiert war. Mit jede Menge weiteren Touristen in einem Raum, beschlossen wir so schnell wie möglich in das Stadion selbst zu gehen, da wir möglichst viel von der englischen Atmosphäre ohne Touristen einfangen wollten. In der Halbzeit gönnten wir uns noch ein gratis Carlsberg und die Aussicht auf den Plätzen war wirklich perfekt!

 

Das Spiel - Liverpool FC : Manchester United

Anfield füllte sich langsam und wurde erstmals laut als die Spieler zum Aufwärmen auf das Spielfeld kamen. Wir machten viele Fotos und Videos und konnten es kaum noch erwarten bis es losging.

 

Beim Einmarsch selbst wurde es schon richtig laut. Auch der Support der Manchester Fans war über die gesamte Spielzeit wirklich hervorragend. Durch die Nähe zu den United Fans waren sie für uns auch deutlich besser und lauter zu hören, als "The Kop". Man spürte die Atmosphäre und auch wirklich die Abneigung zwischen den Fangruppierungen, die sich immer wieder gegenseitig mit Fangesängen und Gesten provozierten. Atmosphäre pur! Wer jedoch automatisch an Hooligans und Schlägerein denkt, dem sei gesagt: ein Besuch bei einem Spiel wie diesem, ist definitiv kein gesundheitliches Risiko. Solange man sich nicht mit Auswärtstrikot in die jeweilige Fankurve setzt, sollte hier wirklich Niemandem etwas passieren.

 

"You'll never walk alone"

Zu einem Heimspiel des Liverpool FC gehört natürlich auch die legendäre Hymne "you'll never walk alone". Dabei wurde es im Stadion richtig laut und Gänsehaut war garantiert, wenn über 50.000 Besucher aufstanden und ihre Schals in den Liverpooler Nachthimmel erhebten.

 

Lediglich circa 3.000 Manchester Fans hatten andere Lieder im Sinn und versuchten lautstark die Heimfans und das "you'll never walk alone" zu übertrumpfen.

 

Vor dem Spiel war zu erwarten, dass Manchester United sich auf die Defensive und Konter konzentrieren würden. Umso überraschender war es, dass die "Red Devils" deutlich aggressiver und offensiver begann und in den ersten 10 Minuten Liverpool stark unter Druck setzten. Danach war es ein sehr offenes Spiel, mit wenigen deutlichen Torchancen, aber viel Kampf und Leidenschaft. Leider konnte keine der beiden Mannschaften ein Tor erzielen, weshalb wir mit einem 0:0 den Heimweg antreten mussten. Einen Torjubel in Anfield hätten wir wirklich gerne erlebt, daher müssen wir wohl nochmal hin...

 

Nach dem Spiel

Wir verließen das Stadion, ohne noch wirklich zu wissen, wie wir nach Hause kommen sollten. Es waren mehrere Doppeldeckerbusse vor dem Stadion platziert, die circa für 1% der Besucher reichen sollten, weshalb wir beschlossen erstmals zu Fuß in Richtung Innenstadt zu gehen. Wir ließen uns also auf einen Fußmarsch von 3 Meilen (umgerechnet knapp 5 Kilometer) ein. In Anbetracht das unser Wecker um 02:00 Uhr morgens abgehen würde, war das vielleicht nicht die beste Entscheidung der gesamten Reise.

 

Viele Alternativen gibt es jedoch hier selbst nicht. Ihr könnt zu Fuß von der Anfield Road zu eurem Hotel gehen (mehr oder weniger sinnvoll, je nach Lage des Hotels), mit den Bussen fahren (endlose Warteschlangen, stark überfüllt und Abfahrt erst deutlich nach Spielbeginn) oder ein Taxi nehmen (Andrang auch hier sehr groß, jedoch wahrscheinlich noch die beste Alternative).

 

 

Da der Hunger am Heimweg immer größer wurde, versuchten wir es in der Innenstadt noch bei einigen Fast Food Ketten, die jedoch von Liverpool Fans hoffnungslos überrannt wurden, weshalb wir beschlossen hungrig den Heimweg zum Hotel anzutreten. Beim Anblick der Preisliste (circa 12 Pfund für eine kleine Tiefkühlpizza) gingen wir dann doch hungrig schlafen, da uns das Hotel netterweise für unsere Abfahrt um 02:30 ein Lunch Paket versprochen hatte.

 

So gingen wir dann schlafen und stellten den Wecker, der mich mit der Nachricht "Ihr Wecker klingelt in 2 Stunden und 16 Minuten" deutlich verhöhnte. Aber gut, was tut man nicht alles für den geliebten Fußball?

 

Der Rückweg von Liverpool nach Graz

Die Rückreise verlief ähnlich wie die Anreise. Über Liverpool zum Manchester Airport, von dort via Flugzeug nach Wien Schwechat und mit dem Bus nach Graz. Mit Wartezeit war ich geschlagene 12 Stunden unterwegs und das nach schlussendlich doch nur 1,5 Stunden Schlaf, weil wir bereits vor dem Wecker wieder wach wurden. 

 

liverpool docks
Ein letzter Ausblick auf die Docks, bevor es wieder nach Hause ging.

 

Am Bahnhof "Liverpool Lime Street" selbst mussten wir noch circa 20 Minuten warten, da unser Zug der erste an diesem Tag war und der Bahnhof erst um 03:15 aufsperrte. Leichter Nieselregen und sehr spezielle "Gestalten" machten die Wartezeit umso länger. Der Zug selbst war relativ alt, weshalb wir ordentlich durchgeschüttelt wurden. An Schlaf war hier also nicht zu denken.

 

Der Rückflug selbst war sehr angenehm, da wir den Großteil der Flugzeit endlich schlafen konnten. Am Flughafen Wien Schwechat trennten sich dann unsere Wege, da Patrick wegen des bevorstehenden Rapid-Spiels gleich in Wien blieb. Noch schnell eine gemeinsame "Leberkässemmel" (die herrliche, österreichische Küche!) bevor wir uns verabschiedeten.

 

Ich verbrachte dann noch zwei Stunden am Bahnhof und sah mir neben ein paar Football Manager Videos noch eine seichte Komödie an, bevor ich schlussendlich schlafend Graz erreichte. Eine lange, heiße Dusche im geliebten Heim später, begann dann bereits die Arbeit für diesen Artikel, indem sämtliche Fotos und Videos ihren Platz finden.

 

Zusammenfassung

Liverpool ist eine wirklich tolle Stadt, die zwar den Charakter einer Industriestadt trägt, jedoch auch viel Charme besitzt, auch an einem Sonntag absolut lebhaft ist und uns wirklich total überrascht hat.

 

"Anfield" ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Stimmung war wirklich großartig und hat uns zu tiefst beeindruckt. Obwohl man im Fußball immer mehr auf Kommerzialisierung und Modernisierung setzt, behält das Stadion noch immer den alten Charakter und die alte Optik, was wir absolut toll finden.

 

Auch wenn die Reise selbst für uns sehr anstrengend war, so würden wir sie auf jeden Fall sofort wieder machen. Für mich persönlich eines meiner absoluten Lieblingsstadien bisher und ich werde hier definitiv nicht das letzte Mal gewesen sein.

 

Unser Video-Fazit zur Fußballreise nach Liverpool

Reisetipps für Reisen zum Liverpool FC

Anreise Wien-Schwechat

Solltet ihr innerhalb Österreichs anreisen, empfiehlt sich zum Flughafen Wien Schwechat mit dem "Flixbus" zu fahren. Neben der Geldersparnis (das Parken am Flughafen direkt ist sehr teuer und auch die Anreise kostet Benzin und eine Vignette) kann man im Flixbus auch das WLAN gratis benutzen. So konnte ich während der Fahrt gemütlich Videos sehen und mit gemütlicher Musik im Bus schlafen. Zusätzlich dazu schont es die Umwelt, also man kann auch noch mit einem guten Gewissen reisen.

 

Flug (easyJet)
Grundsätzlich reicht für eine solche Reise die Mitnahme von Handgepäck, da man bei Fußballtrips häufig ja nicht lange in der jeweiligen Stadt ist. Häufig reist man mit easyJetz nach England, da es sich um eine sehr günstige, englische Fluglinie handelt, die aus vielen verschiedenen Destinationen Flüge anbietet.

 

Bei easyJet kann man früh genug online einchecken und sich einen Sitzplatz in der ersten Reihe sichern. Großer Vorteil dabei: man kann neben dem eigentlichen Handgepäck noch zusätzlich eine kleine Tasche mit sich führen. Nach meinen Einkäufen in den Fanshops von Liverpool & Everton war das sogar bitter nötig! Vom "Speedy Boarding", einem bevorzugten Boarding, mit dem man schneller in das Flugzeug kommen sollte, würden wir abraten. Man zahlt hier extra, jedoch haben sämtliche Menschen die "Speedy Boarding" gebucht haben, mit uns gemeinsam gewartet, bis sie ins Flugzeug durften. Daher eine Zeitersparnis von vielleicht 30 Sekunden. Ob es das wert ist muss jeder selbst entscheiden. Solltet ihr in der ersten Reihe sitzen, habt ihr auch noch mehr Beinfreiheit, jedoch wird es schnell etwas kühler, da es bei der Tür leicht zieht. Daher: warm anziehen!

 

 

Tickets für Spiele des Liverpool FC

Wie bei vielen weiteren Topvereinen, ist es auch beim Liverpool FC sehr schwierig, an Tickets zu kommen. Man kann sich online als Vereinsmitglied registrieren und kann sich dann für Spiele "bewerben". Die Mitgliedschaft ist jedoch kostenpflichtig und die Wahrscheinlichkeit an Spiele zu kommen, gleicht noch immer einem Glückspiel.

 

Über Reisebüros, wie in unserem Fall R.E.S.-Touristik, bekommt man Packages für Spiele inklusive Hotel und teilweise Flug. Normalerweise beinhaltet das Package dann 2 Nächte in einem Hotel, mit dem das Reisebüro bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Auf Wunsch kann man auch noch bessere Hotelkategorien, Zusatznächte oder ähnliches anfragen. Logischerweise sind Derbys und Spiele gegen Rivalen teurer, als ein Duell mit dem Nachzügler oder Aufsteiger der Premiere League. Hier müsst ihr für euch selbst wissen, wie wichtig euch der Gegner ist oder ob es euch auch gegen einen schwächeren Gegner reicht Anfield zu erleben.

 

Mit Ticket-Plattformen wie viagogo.com haben wir bisher keine Erfahrungen gemacht, weshalb wir hier keine Empfehlungen abgeben können.

 

 

Anreise & Abreise von der Anfield Road

Die Anreise gestaltet sich als verhältnismäßig einfach, wenn man ein Hotel in der Nähe der Innenstadt gebucht hat, da mehrere Buslinien in die Nähe von Anfield fahren.

 

Die Heimfahrt gestaltet sich, wie bereits im Bericht erwähnt, oftmals schwieriger. Hier die klare Empfehlung: Fußmarsch in Richtung Stadion, bis man am "Gürtel" angelangt ist. Dort fahren ständig Taxis in Richtung Anfield, die ihr mit ein bisschen Glück zu euch winken könnt.

 

Ein Reisebericht von Philipp Bukowsky


Linksammlung

Anreise mit dem Bus nach Wien Schwechat:

https://www.flixbus.at/

 

Englische Fluglinie easyJet mit vielen Destinationen in England:

http://www.easyjet.com/de

 

Reisebüro R.E.S. Touristik für Fußballreisen in viele verschiedene Destinationen:

http://www.fussballreisen.at

 

Züge vom Manchester Airport nach Liverpool:

https://www.thetrainline.com/train-times/liverpool-lime-street-to-manchester-airport

 

 


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